Bericht über die 3. Sitzung
Am 19.und 20. August 2010 traf sich die Steuerungsgruppe auf Schloss Ettersburg zu einer Klausurtagung und zu ihrer 3. Sitzung.
Bei der Klausurtagung stand das Gesamtkonzept des Reformationsjubiläum 2017 im Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist die beschriebene historische Parallelität der Zeit Luthers und der Jetztzeit. Die historische Parallele ist die "verunsicherte Welt". Dies wird von der Steuerungsgruppe inhaltlich voll geteilt
Die zentrale Frage, die beim Reformationsjubiläum 2017 aufgenommen werden muss, ist nichts anderes als die Frage nach Gott! Was berührt mich wirklich? Macht es für den Menschen Sinn, von Gott zu reden? Wird die Rede von Gott als wahre Rede gehört? Oder ist es so, dass Gott unsere Welt eigentlich stört und die Welt auch ohne ihn auskommt?
Ein wichtiger Nebeneffekt eines solchen Ansatzes ist, dass er 2017 falschen nationalen oder antiökumenischen Engführungen einerseits oder einer rein geistesgeschichtlichen Musealisierung wehrt, wie sie bei vergangenen Jubiläen vorgekommen sind.
Der Reformprozess soll mit dem Reformationsjubiläum 2017 verbunden werden, denn davon profitieren beide. Die Reformationsdekade kann durch den Reformprozess an inhaltlicher Schärfe, der Reformprozess kann durch die Reformationsdekade an organisatorischer Breite gewinnen.
Der Klausurtagung folgte am zweiten Tag die dritte Sitzung der Steuerungsgruppe. Neben dem Zusammenhang von Reformationsdekade und Reformprozess und der damit verbundenen Frage nach den verschiedenen Akteuren und nach dem Umgang des Mandates der Steuerungsgruppe standen noch weitere Themen auf der Tagesordnung:
Für 2012 oder 2013 wird eine Zukunftswerkstatt "Mittlere Ebene" geplant. Im Sinne einer Vertiefung und Verbreiterung des Reformprozesses wird die Ebene eingeladen, die am stärksten der Entlastung und Zurüstung bedarf.

