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Werkstätten

Am Freitagvormittag wurde im Rahmen der Zukunftswerkstatt in "Werkstätten" gearbeitet. Die Werkstätten wurden alle nach der Methode "World Café" gestaltet. Diese Methode nimmt die Erfahrung aus Tagungen, Kongressen etc. auf, dass wichtige, offene und ideenreiche Gespräche oft eher in den Pausen als in den Arbeitsphasen stattfinden.
Im Mittelpunkt der Werkstätten standen Themen, die in den unterschiedlichen Reformprozessen der Gliedkirchen der EKD eine besondere Rolle spielen und für die Zukunft von Bedeutung sind.
Bedingt durch die Methode stehen am Ende dieser Werkstattphase keine fertigen Ergebnisse, sondern Überlegungen, hier in Thesen gefasst, die ganz unterschiedliche Aspekte für die weitere Arbeit in den einzelnen Bereichen darstellen. Die hier dokumentierten Sätze stammen direkt aus der Arbeit in den Werkstätten und sind nicht redaktionell überarbeitet worden. In all ihrer Spontanität und Unterschiedlichkeit geben sie einen Eindruck von der Vielfalt der Überlegungen und Ideen, die eine Kirche im Aufbruch ausmachen. Es lassen sich viele Anregungen finden, die es wert sind, aufgenommen, weitergedacht und umgesetzt zu werden.
Dokumentiert sind überdies die "Tischdecken" aus den World Cafés. Sie dienen bei dieser Methode als Notiz- und Diskussionsmedium und geben einen Einblick in die Arbeit in den einzelnen Werkstätten.

Um eine erste Vorstellung von dem Geschehen und den Überlegungen in den Werkstätten zu geben, sind hier zu den einzelnen Bereichen einige Thesen genannt:

Mitarbeit
o Menschen ergreifen Berufe in der Kirche, wenn sie hören und spüren, dass sie gebraucht werden, und wenn ihnen gegenüber das Bild ihres künftigen Berufes glaubwürdig und positiv vertreten wird.
o Ehrenamtliche brauchen Entwicklungsräume und Freiräume in der Kirche, in denen sie sich entfalten können. Hauptamtliche meinen, dass sie wissen, was Ehrenamtliche denken - manchmal ist das ein Irrtum.

Gottesdienst
o Für Gottesdienste mit Wenigen sind notwendig geprägte, kleine Formen in und für je spe-zifische Situationen.
o Gottesdienstlandschaft kann heißen: Kreiskirchliche-, Profil-, Wandergemeinde - jeder Kirchenkreis sollte einen Stein ins Wasser werfen.
o Um die Taufe attraktiver für "nicht-klassische" Familien zu machen, wollen wir in den Gemeinden Formen von neuen, niederschwelligen Taufangeboten finden, die den Menschen und der Situation angemessenen sind. Wir wollen ein Tauffest für ALLE Familienformen an einem konkreten Sonntag im Jahr 2011 (Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden, Gestaltung mit Musik, Speisen und Spielen; und mit guter regionaler Pressearbeit).
Glaube
o Den Glauben zur Sprache bringen erfordert den Mut zu fragmentarischen Bildern. Wenn wir mit den Menschen leben, Ihnen zuhören und wahrnehmen, welche Sprache sie sprechen, können wir auch mit denen über den christlichen Glauben ins Gespräch kommen, denen Gott fremd ist.
o Aus einer eigenen geistlichen Haltung heraus stellen sich Seelsorgerinnen und Seelsorger basalen Lebens- und Glaubensfragen und bieten "spirituelle Gehhilfen", einen Schatz an Gebeten, Gesten und Ritualen an.

Vielfältige Arbeit
o Gastgebende einladende Gemeinde als Grundverständnis von Gemeinde fördern und fordern (gegen Milieuverengung).
o Räume für heilsame Berührung: Erfahrung von Heil und Heilung ist immer auf den ganzen Menschen bezogen, ist Berührung an Körper und Seele. In Gemeinden, Krankenhäusern, Altenzentren - in Kirche und Diakonie - müssen " Räume" geschaffen werden, die heilsame Berührungen ermöglichen und Menschen befähigen, sich für Gottes Berührung zu öffnen und anderen heilsam zu begegnen.
o Kirche soll dazu beitragen, dass Schule zu einem angemessenen Lebensraum für Schülerinnen und Schüler wird. Sie muss in der Schule ein klares Profil zeigen, sonst hat sie nichts darin zu suchen!

Ökumene
o Verantwortung in einer weltweiten Kirche: Kirchen müssen Vorbild sein für die Gesellschaft (z.B. Umweltmanagement für Gebäude, Veranstaltungen etc.).
o Evangelische Gemeinden haben noch nicht den Zugewinn erfahren, den eine Öffnung für Migranten bedeutet (Zugewinn an Kompetenzen und Spiritualität). Eine solche Öffnung wird einen Zugewinn an neuen Kompetenzen und Spiritualität bedeuten.

Bewusst evangelisch
o Kirche soll sich auf das Wagnis einlassen, mit nichtkirchlichen Initiativen zusammenzuarbeiten und sich an ihnen zu reiben.
o Evangelisch = glaubwürdig mit Herz, Mund und Händen; dann werden wir gefragt sein.

Die Werkstätten und ihre Ergebnisse nun im Einzelnen, sortiert nach sechs Themenbereichen.



In der Kirche mitarbeiten - aber wie?

Den Gottesdienst neu in den Blick nehmen

Menschen gewinnen - Glauben vermitteln

Arbeiten auf vielen Feldern

Der Blick über den Tellerrand

Zwischen Institution und Organisation

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Publikationsdatum dieser Seite: 17.06.2013 11:38